Northern Territory

Top End

Zum Glück fahren wir in die "richtige Richtung", sodass uns die Quarantäne Kontrolle erspart bleibt. Die Uhren werden um 1 1/2 Stunden vorgestellt, sodass die Abende ab jetzt ein bisschen länger werden. Kurz nach der Grenze liegt unser heutiges Ziel der Keep River NP. Leider ist der nördliche Teil des Pakrks nach der Regenzeit noch geschlossen. Wir müssen uns also auf den südlichen Teil beschränken. Vom Camp aus machen wir am nächsten Morgen einen wunderschönen Walk. Er geht durch interessante Felsformationen auf eine Anhöhe von der aus man einen tollen Weitblick auf weitere "Mini Bungle Bungles" hat.
Der Gregory NP ist unser nächstes Ziel. Auch hier ist leider noch sehr viel gesperrt und somit nur das erreichbar, was recht dicht am Highway liegt. Einen kurzen Halt machen wir am Gregorys Tree, einem grossen alten Baob, um den im 19 Jahrhundert der Entdecker des Northern Terrotiry Charles Gregory sein Basislager hatte. Auf dem Parkplatz treffen wir 2 Australier, die auf dem Weg nach Western Australia sind und uns ihr Obst und Gemüse schenken, damit sie es nicht an der Quarantäne abgeben müssen - gibt einen leckeren Gemüseeintopf ! Zuvor aber laufen wir noch den Nawulbinbin Walk am Joes Creek. Der führt an den Fuss einer steilen Felswand hinauf, landschaftlich sehr beeindruckend, wir finden aber leider nur wenig Aboriginal Art. Das Camp am Abend gleicht eher einem Rastplatz und liegt nahe am Highway- mit Road-Train Begleitung.
Weiter gehts nach Katherine, wo wir kurz einkaufen, tanken und e-mailen bevor wir in den Nitmiluk (=Katherine Gorge) NP fahren. Dort ist alles ziemlich touristisch, viele Reisebusse mit entsprechend vielen Menschen auf dem Weg zum Bootsanleger. Das normale Programm ist eine Bootstour zu machen oder/und selber zu paddeln. Wir entschliessen uns zu Variante drei und machen einen bush-walk um dem Rummel auf dem Wasser zu entgehen.
Also starten wir früh am nächsten Morgen in Richtung der Butterfly Gorge. Der Weg ist mühsam, sandig und über lange Strecken über loses Geröll und Fels, dafür sind wir aber allein und können den bush-walk in aller Ruhe geniessen. Die Butterfly Gorge ist eine schöne, schattige Schlucht mit steilen Wänden, der Wasserlauf mündet in die Katherine Gorge. Hier ist es dann wunderbar ruhig, keine Menschenseele hat sich bislang in den zweiten Abschnitt der Gorges "verirrt". Für den Rückweg haben wir uns dann noch einen kleinen Umweg über den Windolf- Walk ausgesucht. Der Weg führt zu einem Wasserfall, der jedoch nicht mehr viel Wasser hat. Der Badepool bietet trotzdem eine willkommene Abkühlung. Leider hat der Katherine River zu viel Wasser, sodass wir ihn nicht überqueren können und uns somit die Aborigine Art entgeht. Nachmittags pflegen wir unsere müden Beine auf dem Campingplatz, wo sich über uns lautstark die Papageien tummeln und wir immer wieder Besuch von Känguruhs und Wallabies bekommen.
Am nächsten Morgen geht´s weiter zu den Edith Falls im nordwestlichen Teil des Nitmiluk NP. Hier ist alles ein bisschen entspannter und weniger touristisch. Ein kurzer Weg führt hinauf zum upper Pool einem wunderschönen Badepool mit einem Wasserfall - einfach super. Nach 2 Stunden können wir uns losreissen und laufen herunter zu den eigentlichen Edith Falls. Die Wasserfälle sind nicht besonders spektakulär, der riesige Pool hat dafür tolles weiches Wasser und ist so gross, dass man hier richtig schwimmen kann.
In den Litchfield NP wollen wir eigentlich von Süden kommend über eine Allrad Piste fahren. Leider ist auch die noch geschlossen, sodass nur die geteerte Zufahrt über Batchelor bleibt.
Dafür machen wir dann noch einen Abtsecher zu den Douglas Hot Springs. Die wirklich ziemlich heissen Quellen fliessen in einen kleinen Bach und sprudeln auch entlang des Bachlaufs immer wieder aus der Tiefe, sodass man sich die gewünschte Badetemperatur wählen kann. Im LItchfield NP angekommen schauen wir uns als erstes die Termitenhügel der Kompastermiten an. Die Kompastermiten richten Ihre Bauten, die etwas an Grabsteine erinnern zeimlich genau entlang der Nord-Süd Achse aus, um im Innern grössere Temperaturschwankungen zu verhindern. In der Nähe hat es ausserdem noch einige mehrere Meter hohe kunstvolle Bauten der "Cathedral- Termites" - kaum vorstellbar, wie diese Tierchen sowas zustande bringen. Als nächstes lcokt mal wieder das Wasser, sprich die Florence Falls. Hier gibt´s am Fusse der Wasserfälle wieder einen schönen Pool zum Baden. Wie auch schon die Katherine Gorge ist auch der Litchfield NP ziemlich touristisch und dementsprechend läuft man auf einem perfekt angelegten Boardwalk dis Stufen hinab zum Pool, in dem sich schon diverse andere Menschen tummeln. Erinnert an einen deutschen Bagersee im Sommer. Nach dem Baden laufen wir entlang des Shady Creek walk entang eines wunderschönen, verwunschenen Bachbettes mit Monsunwald zurück zum Parkplatz. Ein kleines Stück weiter sind die Buley Rockholes, eine Serie von kleinen Pools zum PLanschen entlang eines Flusslaufes. Auch hier ist es ziemlich voll und leider liegt auch ziemlcih viel Müll herum, sodass wir uns nur kurz nochmal abkühlen und dann wieder aufbrechen. Schade !
Am nächsten Morgen fahren wir als erstes zu den Tolmer Falls. Hier kann man nur einen kurzen Walk machen, da entlang des Flusses und unterhalb der Fälle Schutzgebiete für bedrohte Fledermausarten eingerichten wurden, die nicht betreten werden dürfen. Die Fälle gibt es also nur aus der Entfernung zu sehen - trotzdem schön ! Nun fahren wir entlang einer Allradstrecke zu den Tjaynera Falls. Bereits am Anfang des Tracks muss man eine breiten etwa 80 cm tiefen Fluss durchqueren. Nachdem wir den King - Edward River hinter uns haben geht das ohne Probleme. Zu den Fällen führt wieder ein schöner Walk durch ein Flusstal mit Monsunwald und vielen Bee-Eatern. Die sind mal wieder wenig kooperativ und lassen sich nicht aus der Nähe fotografieren. Die Wasserfälle sind zeimlich spektakulär und das Wasser ziemlich kalt und sehr erfrischend. Die nächsten Wasserfälle sind die Wangi Falls, zwei Wasserfälle, die sich in eine schönen grossen Pool ergiessen. Leider darf man auch hier nur schauen, da der Pool noch nicht zum Schwimmen freigegeben ist (wahrscheinlich sind noch zu viele Krokodile unterwegs). Auch der Weg zum upper Pool ist wegen Flutschadens noch gesperrt, sodass wir den Nachmittag auf dem Camp unter einem schattenspendenden wilden Feigenbaum nutzen, um diesen Text zu schreiben.
Wir verlassen den Litchfield NP über die Gravel Road nach Norden, eine recht ruppige Piste, die uns schliesslich wieder auf den Stuart Highway führt. Ziel des heutigen Tages ist Darwin, wo wir mal wieder etwas Stadtluft schnuppern und shoppen.
Darwin ist die erste "richtige" Stadt seit Perth und so nutzen wir die 2 Tage hier zum shoppen , e-mailen, und mal wieder essen gehen. Am 29.5. gibts dann echten australischen Geburtstagskuchen mit vielen Kerzen - leider zu viele, um sie auf einmal auszupusten. Der übliche Gang zur Touristeninformation bringt leider keine Neuigkeiten. Die Strasse zu dem Jim Jim und Twin Falls im Kakadu NP ist immer noch gesperrt und wird es wohl auch noch eine Weile bleiben. Nichts desto trotz machen wir uns am nächsten Morgen auf in Richtung Kakadu NP. Der erste Stop ist am Fogg Dam. Der Damm wurde einst gebaut, um hier Reis anbauen zu können. Das Reisanbauprojekt ist gescheitert, dafür wurde ein Paradies für Wasservögel geschaffen. Wir spazieren die 2km über den Damm, die leider für viele zu weit sind, sodass wir immer wieder den vorbeifahrenden Autos ausweichen müssen. Im Feuchtgebiet sehen wir neben vielen Enten und Gänsen, Reiher und Störche und ein grosses Salzwasserkrokodil. Das Krokodil befindet sich zum Glück in sicherer Entfernung. Das Krokodil, das angeblich direkt neben der Strasse war, haben wir nicht gesehen es uns aber wahrscheinlich schon... Das nächste Feuchtgebiet, an dem wir anhalten ist der Mary River NP. Hier umrunden wir den Bird Biilabong. Auch hier sehen wir wieder viele Enten, Gänse, Reiher und Störche; Wasserbüffel haben wir leider - oder zum Glück - nicht gesehen. Die Pisten zur Küste im Kakadu NP sind leider alle noch "unter Wasser", sodass wir uns entscheiden nah am Highway zu übernachten. Der Swimming Pool dort bietet eine willkommene Abkühlung. Mit der Dämmerung fallen dann - wie überall im Kakadu NP - die Stechmücken zu hunderten über uns her. Dank DEET halten sich die Stiche in Grenzen. Die australischen Stechmücken erweisen sich jedoch als deutlich hartnäckiger als die europäischen und finden mit Sicherheit jeden Quadratzentimeter ohne DEET. Früh am nächsten Morgen fahren wir zum Mamukala Walk, der entlang den dortigen Wetlands führt. Die grosse Gänseversammlung findet hier erst im September statt, wenn es sonst überall kein Wasser mehr hat, aber es gibt hier viele kleine Vögel zu entdecken. Mit der Identifikation haben wir jedoch zum Teil trotz unseres schlauen Buches so unsere Schwierigkeiten (die sehen sich einfach alle zu ähnlich). Als nächstes geht es dann in den Nordosten des Kakadu NP, nach Ubirr an der Grenze zum Arnhem Land. Wir haben lange überlegt, ob wir diesen Abstecher machen sollen und uns dann letztendlich glücklicherweise dafür entschieden. Die verschiedenen Aboriginal Art Gallerien, die man entlang des nur 1km langen Gallery walks zu sehen bekommt sind absolut faszinierend und wir verbringen mehrere Stunden hier. Viele Zeichungen fallen einem erst nach längerem Hinsehen auf und es ist unglaublich wie viel man erst auf den dritten Blick sieht. Zwischen all den Gallerien gibt es einen Lookout, der fantastische Ausblicke über den East Alligator River und das östliche Arnhem Land bietet. Wenig südlich von Ubirr laufen wir den Bardedjildji Walk, der zunächst am East Alligator River entlang und später dann durch ein Labyrinth aus verwitterten Sandsteinfelsen führt. Auch hier "stolpern" wir über interessante Aboriginal Art. Nach einem kurzen Abstecher zum Besucherzentrum übernachten wir am Malbanjbanjdju Campgroud an einem Billabing, über dem ein riesiger Fischadler thront. Am nächsten Morgen machen wir zunächst den Barrk Sandstone Walk am Nourlangie Rock. Ein steiler Aufstieg führt hinauf auf ein Hochplateau von dem aus wir einen tollen Ausblick auf die umgebende Baumsavanne haben. Durch wilde Steinformationen und schliesslich durch ein Bachbett erfolgt der Abstieg in die Ebene. Auf dem Rückweg führt der Weg zunächst zur Nanguluwur Art Gallery mit interessanten Felsmalereien. Zurück am Parkplatz schauen wir uns noch die Anbangbang Gallery an. Sie ist die bekannteste der Galerien im Kakadu NP und besticht durch die verschiedenen Stilrichtungen, die hier zu sehen sind. Für den nächsten Morgen hatten wir eigentlich die Bootsfahrt auf den Yellow Waters vorgehabt. Die ist jedoch fast doppelt so teuer wie letztes Jahr und so verzichten wir schweren Herzens "unter Protest" darauf. Da die Strasse zu den Jim Jim und Twin Falls weiterhin geschlossen ist, geht es direkt weiter zu den Gunlom Falls im Süden des Parks. Die Fälle selber sind nur noch ein Rinnsaal, aber an den Upper Pools kann man wunderschön planschen und in der Sonne liegen. Richtig schwimmen könnte man im unteren Pool, wenn da das Wasser nicht so kalt wäre, dass wir bereits nach kürzester Zeit Gänsehaut bekommen - sehr zur Belustigung eines hier munter planschenden kleinen australischen Mädchens - "you have goose bumps all over you !"
Das nächste Ziel ist wieder Katherine, wo wir hoffen, die aus Österreich geschickte Kardanwelle in Empfang nehmen zu können. Die Nachfrage am Post Office bleibt jedoch ohne Erfolg. Das Paket sei noch nicht angekommen. Nach prompter e-mail Antwort von Erich Christ mit der Tracking Nummer können wir abends dann die Spur bis nach Darwin verfolgen, wo das Paket schon vor knapp einer Woche bei DHL angekommen ist.
Die durch die Zeitverschiebung nach Europa entstandene Zwangspause nutzen wir zu einem Bad in den Katherine Hot Springs. Hier ist der Bach, den die Quellen speisen kurzerhand zum Kurbecken umfunktioniert worden. So finden wir uns umringt von Rentnern, die mit herrlicher Selbstironie und viel Humor versuchen ihre Zipperlein zu kurieren - sehr unterhaltsam.
Am nächsten Morgen telefonieren wir dann mit DHL in Darwin und erfahren, dass unser Paket bereits vor einigen Tagen in Katherine angekommen sei. Also geht es zurück zur Post und nach langer Suche und wiederholtem "das Paket ist noch nicht angekommen" taucht das Paket dann doch noch auf....
Versorgt mit dem neuen Ersatzteil, allerdings noch nicht ganz sicher, wierum es denn nun richtig einzubauen ist, geht es weiter nach Mataranka. Auch Mataranka ist dank seiner heissen Quellen ein Rentnerparadies und taucht wahrscheinlich auch nur deshalb überhaupt auf der Landkarte auf. Wir fahren jedoch nicht zu den künstlich angelegten Thermal Pools sondern zu den Bitter Springs im Elsey NP. Hier ist das Quellbecken naturbelassen und es herrscht weniger Trubel. Das Quellbecken ist von Palmen umsäumt und hat kristallklares türkisblau schimmerndes Wasser, in dem man sogar schwimmen kann und das wunderbar temperiert ist. Eine wunderbare Oase ! Am Nachmittag geht es weiter zum Camp am Roper River. Wir verbringen den Nachmittag am Fluss mit Baden und Sonnenbaden.

Red Centre

Am nächsten Morgen geht es dann auf die lange Fahrt in Richtung Alice Springs entlang des Stuart Highways. Die erste Etappe geht bis Banka Banka, einer Farm mit einer offensichtlich sehr beliebten Campingarea (es wird ziemlich voll). Zwischen all den Campern spazieren eine Ziege und 2 Truthähne hindurch. Die Farm ist für europäische Vorstellungen unglaubliche 12 000 Quadratkilometer gross und hat 165 000 Rinder.
Die nächste Etappe geht zu den Devils Marbles. Leider ist es bedeckt und kühl, was den Murmeln aber nichts von ihrer Faszination raubt. Kaum zu glauben, dass die Kugeln "nur" durch die Erosion so rund geworden sind. Am Nachmittag wird es dann erst richtig kalt und stürmisch und schliesslich fängt es doch tatsächlich an zu regnen und das dort, wo wir am wenigsten damit gerechnet hätten - mitten in Australien ! Der Regen hält dann auch an und es regnet die ganze Nacht durch und das mitunter ziemlich heftig. Am nächsten Morgen dann eine kurze Regenpause mit ein paar Sonnenstrahlen, die die nassen Marbles vor dem schwarzen Himmel aufleuchten lassen. Der wiedereinsetzende Regen begleitet uns dann bis Alice Springs. Die Einheimischen hier sind alle voll der Begeisterung - schliesslich regnet es zum ersten Mal seit 5 Monaten. Wir können die Begeisterung nicht ganz teilen, zumal wir bei mittlerweile 10°C doch anfangen zu frieren, aber bei all der Begeisterung hier fällt es doch etwas leichter sich damit abzufinden. Glücklicherweise verspricht der Wetterbericht auch baldige Besserung. Die Suche nach einem Campingplatz gestaltet sich wegen des an diesem Wochenende stattfindenden Finke Desert Race und des durch den Queens Birthday verlängerten Wochenendes schwierig aber nach kurzer Suche werden wir dann etwas weiter ausserhalb doch fündig. Am nächsten Morgen hat es aufgehört zu regnen und wir können den Bremach mal wieder von aussen und innen "auf Vordermann" bringen und die neue Kardanwelle für die Lenkung einbauen, nachdem wir zwischenzeitlich von Erich Christ die entsprechende Anweisung per e-mail erhalten haben. Am Nachmittag geht es dann nochmal in die Stadt. Hier gibt es unzählige Gallerien mit Aboriginal Art zu teilweise horrenden Preisen. Wir erstehen schliessich ein Kunstwerk direkt vom Künstler, der sein Glück wie einige andere direkt auf der Strasse versucht hat.
Am nächsten Morgen verlassen wir Alice Springs dann wieder bei Sonne, aber nur 5°C in Richtung West Mac Donnell Range. Hier erwarten uns wieder viele Schluchten und vor allem viele Bushwalks. Die östlichste Schlucht ist Simpsons Gap. Die Schlucht hat einen idyllischen Pool der nach kurzer Strecke das Weiterkommen verhindert. Da die Schlucht im Schatten liegt, frieren wir an diesem Morgen doch noch ziemlich. Dafür sind die Rock Wallabies hier nicht so scheu wie normalerweise, sodass wir sie beim Frühstücken beobachten können. Wir nutzen die Gelegenheit zu einem kurzen Walk auf einen nahegelegenen Hügel, um uns aufzuwärmen und die ersten Weitblicke über die West Mac Donnel Range zu erhalten. Weiter geht die Fahrt zum Standley Chasm, einer Schlucht, die auf Aboriginal Land liegt. Der Chasm ist sehr eng und recht hoch, aber leider auch sehr touristisch. Am Ende kann man einen Pass hinaufklettern, von dem aus man wieder eine tolle Aussicht hat. Am Nachmitag kommen wir dann zum Ellery Creek, der mit seinem Big Hole im Sommer ein beliebter Badeplatz ist. Noch ist es aber nicht wrklich warm ,sodass wir uns entscheiden zunächst den Dolomite Walk zu laufen. Unterwegs haben wir eine fantastische Aussicht auf die wellenförmigen Hügelketten der West Mac Donnell Range. Durch den doch schweisstreibenden Walk mutig geworden, packen wir die Badesachen und gehen zum Big Hole. Das Wasser ist aber soooooo kalt, dass wir es maximal eine halbe Sekunde darin ausgehalten haben.
Die Serpentine Gorge ist das erste Ziel am nächsten Morgen. Auch hier versperrt ein Pool den Eingang zur Schlucht. Dank Dirk´s Brückenbaukünsten schafft er es aber dann doch ein Stück weit hinein in die Schlucht. Die ganze Schlucht kann man trotzdem erst von einem Lookout aus einsehen. Mal keine Schlucht sondern eine "bunte Felswand" ist unser nächstes Ziel. Die Ochre Pits waren bzw. sind die Ockerquelle für die Aborigines der Region. Der verschiedenfarbige Ocker (rot, weiss und gelb) wird von den Aborigines für ihre Zeremonien, Felsmalereien und verschiedene medizinische Zwecke benutzt. Früher war Ocker wohl auch eine begehrte Handelsware. An der Felswand wechseln sich die unterschiedlichen Farben ab und leuchten fantastisch in der Sonne.
Die Ormiston Gorge ist die nächste und höchste Schlucht der West Mac Donnell Range. Der ganze Ormiston Pound erschliesst sich uns über einen tollen Walk, der zunächst auf einem Bergrücken nach oben führt und dann über einen Sattel hinein in den Ormiston Pound. Zurück geht es entlang des trockenen Flussbettes durch die Schlucht, deren Wände mal orange, mal rostrot oder braun erscheinen. Dazuhin sehen die Felswände so aus als hätte hier jemand überdimensionale Bauklötze gestapelt. Gegen Ende des Weges stolpern wir fast über ein Rock Wallaby, dessen Hunger offensichtlich grösser ist als seine Angst, sodass es kaum einen halben Meter entfernt gemütlich weiter futtert.
Für den nächsten Tag haben wr uns die Besteigung des Mt. Sonder vorgenommen, sodass der Halt bei der Glen Helen Gorge eher kurz ausfällt. Der Aufstieg auf den Gipfel ist zugleich die letzte Etappe des 223km langen Larapinta Trail, entlang dem man die ganze West Mac Donnell Range erwandern kann. Der Aufstieg geht fast konstant auf dem Bergkamm entlang, sodass wir fast die ganze Zeit eine wunderbare Aussicht zu beiden Seiten haben. Nach 8 anstrengenden Kilometern sind wir auf dem Südgipfel des Mt. Sonder angekommen, von dem aus man eine tolle Rundumsicht hat. Nach dem Abstieg machen wir noch einen Abstecher zur Redbank Gorge, bevor es zum wunderschönen und sehr grosszügig angelegten Woodland Camp geht.
Am nächsten Morgen geht es über den Tyler Pass nach Hermannsburg. Herrmannsburg war bis zur Rückgabe an die Aborigines eine deutsche Missionsstation der evangelischen Kirche und war die Heimat des berühmten Aboriginie Malers Albert Namatjira. In Hermannsburg gibts für uns das Permit für den Mereenie Loop, über den wir dann weiter zum Kings Canyon wollen. Zunächst geht es aber in den Finke River NP ins Palm Valley. Die Zufahrt zum Camp ist, da alles trocken ist, weniger rau, als im Reiseführer beschrieben. Wir entscheiden uns das Auto am Camp stehen zu lassen und sie letzten 4 Kilometer ins Palm Valley zu laufen. Der Track ist sehr felisg und die Landschaft zu schön, um sich auf´s Fahren zu konzentrieren. Schade ist nur, dass man dem Track entlanglaufen muss und uns die zahlreichen Allrad Anventure Tours Busse immer wieder zu einem Sprung ins Gebüsch zwingen. Unterwegs bieten einzelne Palmen schon einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet. Wir sind dann aber doch ziemlich verblüfft, als wir vom trockenen mit Spinifex bewachsenen Hochplateau ins Tal hinabsteigen und dort einen üppigen tropisch anmutenden Palmenhain vorfinden. Erstaunlich ist zudem, dass diese Palmen einzig in diesem Tal, auf gerade mal 60 Quadratkilometern wachsen. Das Camp ist wunderschön gelegen und extrem gut gepflegt. Eigentlich wollten wir hier noch einen zweiten Tag bleiben, aber nachdem der Himmel am nächstem Morgen grau und wolkenverhangen ist, entscheiden wir uns dann doch zu Weiterfahrt. Der Mereenie Loop entpuppt sich als ziemlich üble Waschbrettpiste und so kommen wir nach 200km recht durchgeschüttelt im Watarrka NP an. Hier und in Yulara, der Retortenstadt am Uluru ist alles fest in der Hand von Voyages, einem australischen Reiseunternehmen, das jeweils das Monopol für Unterkunft und Verpflegung inne hat. Bei jährlich weit über 300 000 Besuchern ist hier nichts mit Bushcamping, sondern es herrscht der professionell und gut organisierte Massentourismus. Am Nachmittag fahren wir in den Kings Canyon und erklimmen dort die angeblich 500 Steinstufen hinauf zum Rim Walk. Hier oben erwartet uns ein Labyrinth aus Sandsteindomen und man hat immer wieder fantastische Blicke hinunter in den Canyon. Am nächsten Morgen laufen wir in den Kings Canyon hinein. Der Canyon ist von unten weniger spektakulär als von oben, aber von hier lässt sich ein wenig von der Magie erahnen, die der Canyon für die Aboriginies hat. Auf dem Weg hinaus aus dem Canyon kommt dann die Sonne etwas mehr durch die Wolken, sodass wir uns kurzerhand entschliessen den Rim Walk nochmal zu laufen. Eine Entscheidung, die sich gelohnt hat. Zum einen ist das Licht deutlich besser und zum anderen ist doch interessant wieviele andere Dinge man beim zweiten Mal mehr oder anders sieht. Wir übernachten auf einem schönen Rastplatz inmitten von roten Sanddünen, die mit Desert Oaks bewachsen sind. Es sollte mit 3°C die bisher kälteste Nacht werden. Am nächsten Morgen ist dafür der Himmel strahlend blau, sodass wir uns zügig in Richtung Uluru aufmachen.
Der erste Blick, den man vom Highway aus auf "the rock" wirft, zieht einen unweigerlich in den Bann. Majestätisch und intensiv rot ragt er aus der Ebene hervor. Auf dem weiteren Weg kommt man durch Yulara, einer "Retortenstadt", die eigentlich eher eine Ansammlung von Appartments, Hotels, Restaurants und einem Campingplatz ist. Hier ist alles eine Spur zu funktionell und effizient, um auch nur einen Hauch von Charme zu haben. Wenn man dem Uluru näher kommt realisiert man, dass er alles andere als ein glatter Fels ist. Zahlreiche Falten, Spalten, ausgetrocknete Pools und verschiedenartig erodierte Bereiche sorgen dafür, dass er aus jeder Perspektive ein anderes "Gesicht" hat. Besonders deutlich wird das, als wir den Uluru entlang des Base Walk umrunden. Unterwegs kommen wir an einigen interessanten Felsmalereien vorbei. Die Felsmalereien hier verkörpern einen komplett anderen Stil als die bildlicheren im Kakadu NP. Hier werden für bestimmte Alltagssituationen verschiedene Symbole verwendet, die zum Teil ihre exakte Bedeutung auch erst aus dem Kontext bekommen. Der zweite "Walk" am Uluru ist zugleich der wohl umstrittenste in ganz Australien. Der Aufstieg auf den Uluru - The Climb. Wenn es nach den Aborigines ginge würde er ganz geschlossen, da der Aufstieg genau der Route folgt, über die die Aborigines während bedeutender Zeremonien den ohnehin heiligen Fels besteigen. Die Regierung befürchtet aber einen Rückgang des Tourismus und somit finanzielle Einbussen, falls das geschehen würde. Daher wurde das Land den Aborigines nur unter der Auflage zurückgegeben den Climb nicht zu schliessen. Der Aufstieg ist zudem wegen seiner Steilheit (bis zu 60%) und der Absturzgefahr, insbesondere für diejenigen, die sonst nie auf einen Berg steigen oder gerade erst aus dem Flugzeug geklettert sind auch ziemlich gefährlich. Die Parkverwaltung, welche sich aus Weissen und Aborigines zusammensetzt befindet sich also in einem kaum zu lösenden Dilemma. Sie hat derzeit einen Weg gefunden, der doch fragwürdig ist. Es drängt sich der Eindruck auf, dass der schwarze Peter ans Wetter weitergeben wurde. Der Climb wird aus allen nur erdenklichen "klimatischen" Gründen geschlossen, dabei reicht die Auswahl von zu windig über zu warm bis zu regnerisch oder zu kalt. Diese Begründungen, die stets unter dem Sicherheitsaspekt vorgetragen werden, scheinen jedoch zum Teil zumindest übervorsichtig, wenn nicht ziemlich abwegig.
Jedenfalls finden wir am Ende des Base Walks den Weg wegen starken Winds geschlossen. Am Fusse des Berges herrscht allenfalls eine leichte Brise. Wir fahren also weiter ins Cultural Centre und wundern uns doch sehr, dass zwar viel wissenswertes und interessantes über die hiesigen Aborigines zu finden ist - man die Aborigines selber jedoch vergeblich sucht. Danach ist es Zeit für den Sonnenuntergang für den wir auf die eigens hiefür geschaffenen Sunset Viewing Area fahren. Hier finden sich allabendlich etwa 300 Touristen ein und das ganze hat was von einem grossen Picknick. Der Sonnenuntergang, während dessen der Uluru seine Farbe von Orange über Hell- und Dunkelrot hin zu Braun ändert ist aber wirklich grandios. Am nächsten Morgen heisst es in der Dunkelheit aufzustehen, was weniger wegen der Uhrzeit (6 Uhr) als vielmehr wegen der Temperatur von gerade mal 4°C doch Überwindung kostet. Wir reihen uns dann in den Autokorso ein, der nun zur Sunrise Viewing Area unterwegs ist. Die meisten sind mit Anorak, Mütze und Handschuhen ausgerüstet, aber trotzdem frieren und bibbern alle. Als die Sonne dann über den Horizont kommt und der Uluru wieder Farbe bekommt und langsam anfängt rot zu glühen ist jedoch alles Frieren vergessen und die Kameras klicken um die Wette. Nachdem die Sonne aufgegangen ist ziehen wir uns relativ rasch wieder in unseren Bremach mit Heizung zurück. Der Climb ist immer noch geschlossen und so fahren wir zu den Olgas (Kata Tjuta). Hier gibt´s erstmal einen warmen Tee, bevor wir ins Valley of the Winds laufen. Der Weg führt uns durch idyllische Täler mit wechselnden Landschaftsformen zwischen den Sandsteindomen der Olgas hindurch. Die bekannteste Schlucht der Olgas ist die Walpa Gorge. Hier ragen die wunderschönen dunkelroten Felswände nahezu senkrecht nach oben, sodass einem beim Blick nach oben fast schwindlig wird. Auf dem Parkplatz treffen wir einen Australier, der uns erzählt, dass der Climb mittlerweile geöffnet wurde. Wir setzen uns also ins Auto und fahren wieder zum Uluru. Als wir dort ankommen ist er aber wieder wegen starken Winds geschlossen. Wir sind, wie einige andere, die etwas verloren vor den verschlossenen Toren stehen und neidvoll all diejenigen anschauen die noch runterkommen, zu spät. Auch diesmal herrscht unten maximal eine leichte Brise. Wir ärgern uns, was für dumme Touristen wir doch sind, und fahren wieder zurück zu den Olgas, um dort den Sonnenuntergang anzuschauen. Der Sonnenuntegang an den Olgas steht dem am Uluru in puncto Farbintensität um nichts nach, es hat hier aber deutlich weniger Menschen. Am nächsten Tag starten wir einen letzten Versuch den Uluru zu besteigen. Heute ist der Climb wegen möglichen Regens geschlossen. Das fällt bei blauem Himmel mit ein paar ziemlich weissen Wolken in weiter Ferne fast noch schwerer zu glauben als der Wind die beiden letzten Tage. Nachdem auch die nächste volle Stunde (zu der das Wetter von der Parkverwltung neu beurteilt wird) verstrichen ist, ohne dass der Climb geöffnet wurde, machen wir uns auf die Fahrt zurück in Richtung Alice Springs. Wir übernachten auf einem Rastplatz unterwegs und nachts kommt dann doch noch der "vorhergesagte" Regenschauer. Für den nächsten Tag ist das Rainbow Valley unser Ziel. Der Rainbow Rock hat seine verschiedenen Farben vom unterschiedlichen Gehalt an Eisenerz. Am Besten zur Geltung kommt das ganze bei Sonnenuntergang, wo der Fels in rot, weiss und gelb leuchtet. Das Schauspiel ist kaum weniger begeisternd als das am Ayers Rock und ist auch hier ein "Event" zu dem sich das ganze Camp in prächtiger Stimmung auf der Aussichtsplattform versammelt. Ein guter Start für einen unterhaltsamen Abend am Lagerfeuer. Für die Rückfahrt nach Alice Springs nehmen wir nicht den Highway sondern fahren durch das Owen Springs Reserve. Der erste Teil der Strecke gleicht einer afrikanischen Baumsavanne nur fehlen die Elefanten. Der zweite Teil schliesslich führt entlang eines trockenen Flussbetts durch ein sehenswertes Tal. In Alice Springs angekommen, müssen wir dann mal wieder den Tank und den Kühlschrank füllen. Beim Abschmieren des Autos stellen wir fest, dass unsere Getriebeaufhängung gebrochen ist. Zum Glück gibt´s hier in Alice Springs einen Iveco Händler, wo wir das Teil bestellen wollen. Dort angekommen stellen wir fest, dass der Händler heute, Freitag, Inventur hat und erst am Montag wieder öffnet. Da das doch eine ziemliche Zwangspause bedeuten würde, versuchen wir telefonisch jemand zu erreichen und siehe da, ein paar Minuten später wird uns die Tür geöffnet. Das Teil findet sich dann auch relativ rasch in der Liste, ist aber bei keinem der Iveco Händler in ganz Australien aufzutreiben. Glücklicherweise sind die Mechaniker dort sehr hilfsbereit und schweissen uns das Teil inklusive einer Verstärkung. Nachdem das ganze wieder eingebaut ist, besteht doch die Hoffnung, dass das jetzt hält, und wir nicht auf eine erneute Expresslieferung aus Österreich angewiesen sind.
Am nächsten Morgen brechen wir auf in Richtung der East Mac Donnell Range. Diese ist weniger touristisch erschlossen als der westliche Teil der Range und sind ist wenigerfür ihre Schluchten als für ihre Goldfields bekannt. Gold wird schon lange keins mehr gesucht, aber die Schatzsuche, mittlerweil nach Edelsteinen geht auch heute noch weiter. Der erste Halt für uns ist Emily Gap, eine Aboriginal Art Site, wo sich Felsmalereien des Caterpillar Dreamings finden. Ähnliche Felsmalereien finden wir auch bei Jessies Gap, ganz in der Nähe. Unsere Fahrt führt weiter zum Corroboree Rock Conservation Reserve. Der Fels besteht aus Dolomit und ist der einzige seiner Art inmitten des orangefarbenen Quarzits der Mac Donnell Ranges. Für die Aboriginies spielt der markante Fels eine wichtige Rolle in ihrer Traumzeit. Ziel des Tages ist die Trephina Gorge, die bekannteste und grösste Schlucht der East Mac Donnell Range. Entlang eines felsigen Bachbett- Tracks fahren wir zunächst zur Hayes Creek Gorge. Hier laufen wir bei immer noch kühlen Temperaturen den Chain of Ponds Walk, der uns zunächst oberhalb der Schlucht durch Buschland mit Akazienbestand führt um dann durch die sehenswerte Schlucht entlang mehrerer Pools zurück zum Bremach zu führen. Es geht noch ein wenig weiter zum Trephina Gorge Camp Ground, der in einem Seitental der Trephinal Gorge gelegen ist. Bei bedecktem Himmel bietet der Panoramic Walk am nächsten Morgen etwas eingeschränkte Aussichten und auch die Wände der Schlucht leuchten nicht so orange, wie sie eigentlich könnten oder sollten. Ein paar Felsmalereien am Rande der Schlucht haben wieder das hiesige Caterpillar Dreaming zum Thema.
Auf den Spuren der alten Goldgräber fahren wir weiter ins Arltunga Historical Reserve. Die Goldgräber kamen zur Zeit des Goldrauschs zum Teil über 6000 km zu Fuss von der letzten Bahnstation hierher gelaufen. Mit einer Schubkarre haben sie nicht selten ihr ganzes Hab und Gut über diese riesigen und unwegsamen Strecken transportiert. Die Ausbeute war jedoch insgesamt eher bescheiden, was an der Abgeschiedenheit und dem chronischen Wassermangel lag. Wir steigen in ein paar der alten Schächte hinunter. Hier kann man sich gut vorstellen, wie unendlich mühsam die Suche nach dem Edelmetall wirklich war. Die meisten Schächte haben nicht annähernd Stehhöhe und wurden in wahrscheinlich jahrelanger Arbeit wenige Meter vorangetrieben. Im Gegensatz dazu muten die Zahlen der heutigen Minen, die mehrere Millionen Tonnen Gestein jährlich fördern nahezu astronomisch an. Leider kann uns niemand eine zuverlässige Auskunft über die weiteren Strassenverhältnisse in Richtung Norden geben, sodass wir auf "drive and see" angewiesen sind. Der Arltunga Tourist Drive ist in relativ gutem Zustand, der Shortcut über den Pinnacle Drive zum Plenty Highway jedoch so schlecht und mit wash-outs übersät, dass wir uns nach wenigen Kilometern entscheiden umzukehren und via Stuart Highway zum Plenty Highway zu fahren. Übernachten und nochmal volltanken wollen wir bei Gemtree. Gemtree ist eine ehemalige Farm, die sich mittlerweile auf organisierte "Schatzsucher- Touren" spezialisiert hat.
Wir machen uns dann am nächsten Morgen auf zum Sandover Highway. Der Sandover Highway soll uns über 700 km Gravel Road vom Red Centre nach Camooweel in Queensland bringen. Was uns dort erwarten wird haben wir trotz mehrfachen Versuchen nicht wirklich in Erfahrung bringen können. Das einzige, was wir wissen ist, dass es ziemlich einsam wird. So starten wir mit gemischten Gefühlen, aber die Strasse ist zunächst garnicht so schlecht. Die ersten hundert Kilometer ist der Gravel recht ordentlich. Danach folgen 200km mittelmässiger bis schlechter Gravel. Hier liegen einige Aboriginal Communities und entsprechend stärker befahren und damit schlechter ist die Strasse. Während wir Mittagessen hält die Polizei an und erkundugt sich, ob auch alles in Ordnung ist. Nun wird die Strasse deutlich besser und die Landschaft interessanter und einsamer. Nach relativ dicht bewachsener Strecke mit vielen Bäumen, die kaum Ausblicke gestattete, fahren wirjetzt durch offene Savanne, die einen die unglaubliche Weite hier spüren lässt. Man sieht in alle Richtungen den Horizont und ausser ein paar Rindern auch nichts dazwischen. Wir übernachten etwa auf halber Strecke unter einem grandiosen Sternenhimmel. Am nächsten Tag wird es dann noch einsamer, wir begegnen auf der ganzen Strecke keinem einzigen Auto. Der "Highway" besteht jetzt auch nur noch aus einer einzigen Fahrspur, alles andere hat sich die Natur schon lange wieder zurück erobert. Entlang der Strecke zeugen nur ein paar Windräder und Rinder von den hier irgendwo liegenden Farmen. Kurz bevor der Sandover Highway endet verlassen wir ihn und fahren direkt gen Norden auf den Barkly Highway. Auf dem Barkly Highway überqueren wir die Grenze nach Queensland. Hier gibts keine offiziellen Quarantäne Stationen und wir fahren auch wieder in die "richtige" Richtung, können also unser Obst und Gemüse offiziell mitnehmen.

Zurück zur Übersicht